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 Über Sarah

Ich bin in Basel in der Schweiz aufgewachsen, zusammen mit meinem älteren Bruder und meinen Eltern. Ich hatte eine glückliche Kindheit. Meine Eltern haben sich sehr um mich gekümmert und haben mich unterstützt. Mit acht Jahren begann ich, Klavier zu spielen und meine grosse Liebe zur Musik zu entdecken. Ich besuchte die reguläre Schweizer Schule.

Als ich 17 war, lebte ich in Australien als Austauschschülerin. Ich hatte das Glück, ein Jahr lang auf einer Pferdefarm zu leben, nachdem es lange mein Traum gewesen war,  ein Pferd zu haben. Diese und viele andere Erfahrungen dieses Jahres zeigten mir, dass alles möglich ist.

Zurück in der Schweiz schloss ich die schweizerische Schulausbildung mit der Matur im Dezember 2000 ab. Danach reiste ich nach Indien und Nepal, wo ich anfing, das Leben aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Ich hatte viel Spass damit, mit meiner Intuition zu spielen und meiner Begeisterung zu folgen. Ich entdeckte eine tiefe Neugierde nach Selbst-Erforschung.

Als ich wieder in der Schweiz war, hatte ich keine Ahnung, was ich als nächstes tun wollte. Ich entschied mich, den “Lichtnahrungsprozess” zu machen, von dem ich einige Jahre zuvor gehört hatte. In der ersten Woche des Prozesses bekam ich Klarheit darüber, was ich als nächstes tun wollte. Ich wollte Klavier studieren bei einem russischen Lehrer in Basel.

Die darauffolgenden zwei Jahre widmete ich meinem Klavier – und Musiktheoriestudium. Ich liebte die Zeit. Ich gab mehrere Konzerte, beteiligte mich an Kammermusikprojekten und unterrichtete Klavier. Ich war mir sicher, dass ich meine Ausbildung weitermachen würde und mein Diplom bekommen würde. Dies hätte noch zwei Jahre gedauert.

Doch das Leben hatte andere Pläne für mich. Ich wollte mehr. Ich war 21 Jahre alt, als ich Thomas Hübl und seine Arbeit “Sharing the Presence” kennenlernte. Der erste Offene Abend mit ihm war eine sehr kraftvolle Erfahrung für mich. Ich entschied mich, bei seiner Trainingsgruppe teilzunehmen. Ein tiefer Prozess von Selbstentdeckung und Transformation begann. Wähend der nächsten zwei Jahre besuchte ich viele von Thomas’ Gruppen und er inspirierte mein Leben sehr.

Im Sommer reiste ich nach Wien und Berlin. An einem Abend in Berlin hatte ich ein Gespräch mit ein paar Leuten, welches mein Leben veränderte. Wir sprachen darüber ‘Ja’ oder ‘Nein’ zu sagen zu Dingen im Leben. Ein Mann meinte, dass viele Leute ein automatisches ‘Nein’ hätten. Ich schaute in mich hinein, ob ich das irgendwo in meinem Leben hatte. Ich fand drei Dinge. Die folgende Woche gab es einen Workshop mit Thomas in London, ein paar Wochen später begann ein Seminar mit Paul Lowe in Californien und Ende Jahr war eine Weltreise mit Thomas geplant. Ich hatte mir gesagt, dass all diese Dinge zu teuer seien, und dass sie nicht mit meinem Musikstudium zusammenpassen würden. Ich hatte mir erzählt, ich müsste zuerst die Schule fertig machen, und dann sei ich frei zu reisen.

In jener Nacht veränderte ich mein Leben. Nach dem Gespräch über ‘Ja’ und ‘Nein’fühlte ich, was ich mir selbst antue, wenn ich mir sage, dass ich die Schule fertig machen ‘muss’, bevor ich frei bin zu tun, was ich noch mehr tun will. Ich entschied mich, meine Musikausbildung aufzuhören, diese drei Reisen zu unternehmen und für das Experiment zu gehen, mein ‘Ja’ total zu leben. Ich wollte herausfinden, wer ich bin, und um was es im Leben wirklich geht. Ich wollte wissen ob das, was ich fühle wahr ist. Ich spürte, wenn es wahr ist, dann würde es auch finanziell funktionieren.

Nach meiner Entscheidung explodierte mein Leben und es dehnte sich aus. Ich gab alles in der Schweiz auf, einschliesslich meines Klaviers, und begann, ganz für mein Selbst zu gehen. Alles was seither passiert ist war unglaublich, aufregend, voller Liebe, Ehrlichkeit, Mut, wunderbaren Menschen, schönen Plätzen,  voller Fülle und Freude. Mein Leben wurde immer noch besser. Ich wurde lebendiger, berührbarer, bewusster und ehrlicher. Ich klärte viele meiner Verhaltensmuster. Ich begann mehr zu fühlen, ich verlor viel Angst, wurde selbstsicherer und klarer damit, was ich tun wollte. Ich lernte, dass ich näher zu mir selbst komme, glücklicher und erfüllter werde, wenn ich meiner inneren Stimme folge und mein Leben mit Mut lebe.

Kurz nach meiner Entscheidung, für das Experiment zu gehen, mein ‘Ja’ total zu leben und herauszufinden, wer ich wirklich bin, lernte ich James kennen in Harbin Hot Springs. Wir wurden Liebhaber und bald Lebenspartner. Nachdem ich meine Angst vor Intimität verlor, konnten wir uns sehr nahe kommen und uns lieben. Seit vier Jahren leben und arbeiten wir permanent zusammen. Es macht mir viel Spass, mein Leben gemeinsam mit James zu leben. Eine meiner Freuden ist, ihn zu unterstützen und mich um ihn zu kümmern. James unterstützt mich grossartig, immer Spass zu haben, glücklich zu sein, meine Konditionierungen los zu werden, kreativ zu sein und mich selbst zu sein.

Ich liebe es, das Leben gemeinsam mit ihm zu erkunden und herauszufinden, was alles möglich ist. Wir beide spielen gerne und mögen es, unsere Vorstellungskraft immer wieder zu explodieren.

Das Klavierspielen und die Musik sind wieder in mein Leben gekommen. Ich habe ein paar Klavierabende gegeben, in denen ich imrovisiert habe. James und ich singen gerne zusammen und ich begleite uns auf dem Klavier. Auch in den Gruppen begleite ich manche Prozesse mit Musik. Ich habe angefangen, neue Stile und Rhythmen zu lernen und meine ersten Versuche auf dem Schlagzeug zu machen.

In den Gruppen und Trainings assistiere ich James, ich übersetze vom Englischen ins Deutsche und umgekehrt. Ich übersetze sehr gerne, da es mich in einen wundervollen Zustand des Gebens versetzt. Meine Persönlichkeit geht in den Hintergrund, und ich kann ganz presänt sein für das, was in der Gruppe geschieht. In den Pausen habe ich gerne Kontakt mit den Menschen und liebe es, sie zu unterstützen.

Ich manage unser Geschäft und organisiere die Events in Berlin. Ich kümmere mich um finanzielle Angelegenheiten und die Büroarbeit, ich beantworte emails und Telefonanrufe und erledige alle anderen praktischen Dinge, die es zu tun gibt.

Im Juli 2009 ist Sylvyn Aaron zur Welt gekommen, den ich sehr liebe und mit dem ich seither meine meiste Zeit verbringe. Ich habe viel Freude dabei, mit ihm zu sein und mich um ihn zu kümmern. Er fordert viel von meiner Energie, so dass ich dankbar bin für alle Hilfe, die ich seit seiner Geburt bekomme. Ich fühle mich sehr gesegnet mit meinem Leben und mit allem, was zu mir kommt.

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